Workshop 1: Queere Jugend auf dem Land – Warum und wie geht das?

In diesem Workshop wollen wir mit Ihnen erarbeiten, wieso außerschulische Bildungs- und Freizeitangebote für queere Jugendliche auf dem Land notwendig sind und wie diese umgesetzt werden können. Im Mittelpunkt steht hierbei die konkrete Gestaltung des Angebots: Was suchen queere Jugendliche in ihrer Freizeit? Welche Projektformen und Veranstaltungen eignen sich?  Welche Methoden können Sie verwenden? Außerdem wollen wir mit Ihnen besprechen, was Sie bei der Organisation beachten müssen, wie die Rahmenbedingungen im ländlichen Raum zu gestalten sind, damit sie der Lebensrealität queerer Jugendlicher entsprechen, und welche Rolle Sie als Fachkraft dabei spielen.

Workshopleitung: Bianca Zelisinski & Hanns Krenzer (Lambda)

Workshop 2: „Geschlechtervielfalt auf Rollen“ – Medienkoffer Geschlechter- und Familienvielfalt

In diesem Workshop stellen wir Ihnen pädagogische Materialien und Methoden aus unserem Medienkoffer „Geschlechtervielfalt in Einrichtungen der frühkindlichen Bildung, in Grundschulen und Horten“ vor, die die vorhandene geschlechtliche und familiäre Vielfalt in der Gesellschaft sichtbar machen und so der Entwicklung von Vorurteilen gegensteuern sollen. Unsere Koffer verleihen wir kostenfrei an Einrichtungen in Sachsen-Anhalt. Zusätzlich geben wir Ihnen einen Einblick in die unterschiedlichen Angebote unseres projektbezogenen Informationsportals.

Workshopleitung: Jonathan Franke (KgKJH)

Workshop 3: „GeVi – Geschlechtliche Vielfalt neu erleben!“

Im Mittelpunkt des Workshops steht das Würfelspiel „Gevi“, das als Brett- und Großspielvariante gespielt werden kann. Durch dieses Spiel können Jugendliche und Erwachsene einfach motiviert werden, spielerisch in den Austausch rund um die Geschlechtlichkeit und Rollenzuschreibungen zu kommen. Vorgestellt werden im Workshop die Spielidee sowie Entwicklung und es wird ein Anspiel mit den Frage-, Aktions- und Informationskarten ausprobiert.

Workshopleitung: Sebastian Scholz und Irena Schunke

Workshop 4: Wunderwerk Social Media „Inhalte transportieren, Zielgruppe erreichen“

Instagram, Canva, mailchimp können den Alltag bereichern und Inhalte transportieren. Die schnelllebige Zeit benötigt schnelle und einfach erstellte Inhalte. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sehr inhaltsstarke Grafiken und reichweitenstarke Informationen verbreiten können. Oft sagt eine Grafik mehr als 1000 Worte, aber sie muss einfach schnell am Handy erstellt und angepasst werden. Der Workshop gibt Ihnen die Möglichkeit, ohne Programmierkenntnisse Handlungssicherheit und Medienkompetenz aufzubauen. Ziel ist es, durch niederschwellige Aufklärung die Akzeptanz für eine vielfältige Gesellschaft zu fördern und Diskriminierung abzubauen.

Workshopleitung: Falko Jentsch (CSD Magdeburg e.V.)

Workshop 5: Begleitung von trans Kindern und Jugendlichen in der Schulsozialarbeit

Die Schulsozialarbeit ist eine zentrale Anlaufstelle für trans Kinder und Jugendliche. Oft geschieht ein institutionelles Outing zuerst bei den Schulsozialarbeiter*innen. Diese sind dann mit unterschiedlichsten Herausforderungen konfrontiert: mit der individuellen Begleitung und Beratung des Kindes, mit dem Spannungsfeld zwischen zu Hause und Schule, mit der Begleitung der Klassen beim Outing des*der Schüler*in und mit den Reaktionen der Lehrkräfte. Im Workshop geht es um diese speziellen Herausforderungen und den Erwerb von Handlungssicherheit und von Verweiskompetenz.

Workshopleitung: Daria Majewski (TIAM) und Jey Truhe (CSD)

Workshop 6: Queere Bildungsarbeit für und mit Schüler*innen

Qualifizierte junge queere Menschen kommen in Schulklassen, klären abwechslungsreich über geschlechtliche und sexuelle Vielfalt auf und lassen sich persönlich befragen. Dieses gut nachgefragte Bildungsangebot zur Akzeptanzförderung, welches nach den Qualitätsstandards von Queere Bildung e.V. arbeitet, gibt es in Sachsen-Anhalt seit vielen Jahren beim BBZ „lebensart“ e.V in Halle (Saale). Beim Workshop werden die Rahmenbedingungen, Inhalte und Methoden vorgestellt sowie über Erfahrungen bei dieser Antidiskriminierungsarbeit berichtet.

Workshopleitung: Dominic Keßler (BBZ)

Workshop 7: Wie bringe ich „Einen Tag unter dem Regenbogen!“ in meine Einrichtung?

Im Rahmen des Workshops wollen wir Ihnen, als Fachkräfte aus Schulen und Kinder- sowie Jugendhilfe, einen Einblick in unsere Präventionsarbeit geben. Ziel ist es, Ihnen das Workshopkonzept „Ein Tag unter dem Regenbogen!“ mit seinen Bausteinen vorzustellen. In diesem Projekt beschäftigen sich die Jugendlichen mit dem Abbau von Diskriminierung und Mobbing im Alltag, besonders im Bereich der diversen Sexualitäten. Hierbei werden durch den Einsatz verschiedener Methoden, z.B. Spiele, Vorträge, Gesprächsrunden, Barrieren abgebaut. Ziel ist es, durch niederschwellige Aufklärung die Akzeptanz für eine vielfältige Gesellschaft zu fördern und Diskriminierung abzubauen. Zudem wollen wir schauen, welche Möglichkeit Sie als Fachkräfte haben, diese Idee in Ihren Tätigkeitsfeldern einzubringen.

Workshop Leitung: Mareen Eisenblätter (CSD Magdeburg e.V.)

Workshop 8: Diskriminierung & Gewalt gegen LSBTIQ* – Opferhilfe, Beratung & Strafverfolgung | Wie Fachkräfte helfen können.

Diskriminierung von LSBTIQ* ist ein noch immer weit verbreitetes Phänomen, was tiefe Spuren bei Betroffenen hinterlässt. Wenn Angriffe die Schwelle zum Strafbaren Überschreiten, setzen Opferhilfe und Strafverfolgung an. In diesem Workshop wollen wir aufzeigen, mit welchen Erscheinungsformen von Angriffen LSBTIQ* konfrontiert sind, welchen Hürden sie sich gegenübersehen und wie Fachkräfte in Fällen von Hasskriminalität, Hatespeech und Co. agieren können.

Workshopleitung: Mathias Fangohr (DIMSA) und Grit Merker, LSBTTI-Ansprechperson bei der Polizei Sachsen-Anhalt

Workshop 9: Geschlechtliche Vielfalt im Kontext „Sport“

Sportangebote stellen gerade für Jugendliche einen der wesentlichen Sozialisationsräume dar. Sie gestalten die Freizeit der Jugendlichen, sind Grundlage für Freundschaften und auch für eine positive Selbsterfahrung: als Teil einer Gruppe, als aktiver Körper, als bewegliches Ich. Insbesondere für Jugendliche, deren positiver Zugang zu ihrem Körper erschwert ist, können Sportangebote unterstützend sein, sich selbst neu und freudvoll zu erfahren. Dabei fällt jedoch zur Last, dass die meisten Sportangebote noch immer exklusiv sind: für Menschen, deren Körper normativen Ansprüchen entsprechen. So fallen auch trans, inter und nichtbinäre Jugendliche aus den Rastern und finden keinen Zugang zu entsprechenden Räumen. Was dies bedeuten kann und wie die Inklusion geschlechtlicher Vielfalt in Sportangebote gestaltet werden kann, wird in diesem Workshop diskutiert.

Workshop Leitung: n.n.